Trotz Sieg kommt der Abstieg

SHG Hofgeismar/Grebenstein muss die Landesliga verlassen – sieben Spielerinnen hören auf

Tränenreicher Abgang nach 25:23-Erfolg

Umarmung: Kathrin Riemer herzt Torhüterin Annika Erbuth. Fotos:  Hofmeister

Grebenstein. Mit einem 25:23 (12:12)-Erfolg über den SV Germania Fritzlar II gelang den Handball-Frauen der SHG Hofgeismar/Grebenstein ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, die nach nur einem Jahr Landesliga mit dem Abstieg endete. Der Abstieg stand schon vor der Partie fest, denn am Vortag hatten die beiden Mitkonkurrenten Wesertal und Twistetal ihre beiden Spiele jeweils gewonnen.

„Immerhin haben wir sportlich den Klassenerhalt geschafft. Es ist bitter mit so vielen Punkten abzusteigen“, sprach SHG-Trainer Edgar Schwank den entscheidenden Punktabzug wegen des nichterfüllten Schiedsrichtersolls an.

Es war natürlich auch ein tränenreicher Abschluss, der aber noch mehr mit der Verabschiedung von gleich sieben SHG-Spielerinnen zusammenhing. Torhüterin Annika Erbuth, Manuela Sachse, Stefanie Rietschel, Karen Scholz, Birgit Herbold, Meike Fehling und Dajana Franz werden ihre Karriere beenden und wurden von ihren Mitspielerinnen gebührend verabschiedet.

„It’s time to say goodbye. Es war eine schöne Zeit“, hielten sie auf Pappschildern hoch. Das war aber noch nicht alles, denn die Mädels sangen ihnen mit dem Juli-Song „Geile Zeit“ noch ein Ständchen.

„Ich habe diese Spielerinnen noch nicht abgeschrieben“, hat Schwank noch Hoffnung auf einen Rücktritt vom Rücktritt bei zumindest der einen oder anderen verabschiedeten Spielerin. Im Spiel war von Abstiegsfrust nichts zu spüren. Die SHG wollte unbedingt gewinnen und legte gleich eine 11:3-Führung vor. Bis zur 25. Minute führte die SHG noch komfortabel mit 12:5, doch in den letzten fünf Minuten vor der Pause legten die Gäste ihre Abschlussschwächen ab und glichen zum 12:12 aus. In der zweiten Halbzeit hatte die SHG ihre Schwächephase überstanden und setzte sich bis auf 19:13 ab. Fritzlar II gab sich aber noch nicht geschlagen und kam zwei Minuten vor dem Ende wieder auf 23:22 heran. Nach dem Rückraumtreffer von Alisa Paparella und dem erneuten Anschlusstreffer gelang Hanna Boland das 25:23.

Bericht HNA online