Damen I: Saison 2017/18 Recap

Achterbahnfahrt der Gefühle!

Rückblickend ist festzuhalten, dass die Serie 2017/2018 wie eine Achterbahnfahrt war. Bereits der Start in das neue Saisonjahr verlief nicht optimal. Einige Spielerinnen beendeten ihre Karriere oder wechselten den Verein, weshalb die zwei Damenmannschaften zu Einer umfunktioniert werden musste. Man einigte sich darauf, den Platz der ehemaligen Damen I einzunehmen und in der Bezirksoberliga anzutreten. Somit war das Ziel relativ schnell gegeben: Man wollte die Klasse halten!

Im August ging es für die Mannschaft ins Trainingslager nach Korbach, wo einige Trainingseinheiten und drei Trainingsspiele absolviert wurden. Gegen Korbach konnte gepunktet werden, doch in der Partie gegen Twistetal, die eine Klasse höher spielen würden als die Damen der SHG, musste die Mannschaft eine hohe Niederlage einstecken. Insgesamt stimmten jedoch der Kampfgeist und die Einsatzbereitschaft, weshalb man auch aus diesem Testspiel positiv herausging. Angesichts der Motivation und der Vorfreude innerhalb der Mannschaft konnte die neue Serie starten.

Das erste Spiel gegen Wesertal II verlief allerdings anders, als es sich die Damen der SHG erhofft hatten. Die Mannschaft fand nicht in die Partie und zeigte keine gute Leistung. Am Ende musste man sich deutlich geschlagen geben und das Spiel abhaken. Am zweiten Spieltag präsentierten sich die Damen wesentlich besser. Mit dem Team aus Waldau hatte man einen ebenbürtigen Gegner und es bestand sogar die Chance, unentschieden zu spielen, doch es fehlte die letzte Abgeklärtheit und somit verloren die Damen der SHG auch dieses Spiel. Aufgrund des engen Ergebnisses und der erbrachten Leistung, auf die man stolz sein konnte, da das Zusammenspiel in der Abwehr und im Angriff schon wesentlich besser funktioniert hatte, ging die Mannschaft hoffnungsvoll in das dritte Spiel gegen Kassel. Erneut zeigten die Damen eine gute Leistung, wurden jedoch abermals nicht belohnt und verloren wieder einmal mit zwei Toren. Die kommenden Partien verliefen nicht besser. Es gab des Öfteren Lichtblicke, wenn beispielsweise einstudierte Spielzüge funktionierten, die Abwehr stabil stand oder man sich im Angriff erfolgreich durchsetzen konnte, aber ein ums andere Mal stand sich die Mannschaft selbst im Weg. Es gab Halbzeiten, in denen man die ersten Minuten verschlief und danach einem bereits zu hohen Rückstand hinterherlief oder in anderen Momenten waren die Damen der SHG vom Pech verfolgt. Die Mannschaft spielte sich hervorragend eine Torchance heraus, scheiterte aber am Pfosten oder der Latte. Weil in der Hinrunde jedes Spiel verloren wurde, sank schließlich die Motivation innerhalb des Teams und es herrschte eine gewisse Unzufriedenheit mit sich selbst und mit der ganzen Situation.

Kurz nach dem Beginn der Rückrunde fand ein Trainerwechsel statt. Zwei ehemalige Spielerinnen der SHG erklärten sich bereit, für den Rest der Saison die Rolle der Betreuerinnen zu übernehmen. Gemeinsam wollte man die Serie zu Ende bringen und jeder versuchte, noch einmal alles aus sich herauszuholen. Die Mannschaft konnte sich etwas fangen und mit der Zeit wurden Verbesserungen in den Spielen sichtbar. So stand es beispielsweise im Rückspiel gegen Reinhardswald zur Halbzeit 6:6. Ein Zwischenstand, den niemand zu diesem Zeitpunkt erwartet hätte. Die Mannschaft zeigte in dieser Spielhälfte, welches Potential in ihr steckte und wozu sie fähig sein konnte. Das Endergebnis war zwar deutlich höher, doch es zählte speziell die erste Halbzeit, mit der man mehr als zufrieden sein konnte. So konnten sich die Damen der SHG von Spiel zu Spiel ein klein wenig steigern. Man verlor dennoch jede Partie und steigt nun am Ende der Saison in die Bezirksklasse ab, aber die Mannschaft hat ihren Spaß am Handball wiederentdeckt und freut sich jetzt auf die nächste Serie, in der sie wieder angreifen will.

Abschließend muss festgehalten werden, dass die Spielerinnen trotz Schwierigkeiten in der Serie, trotz der Höhen und Tiefen, den Zusammenhalt als Mannschaft nie verloren haben. Sie sind als Team den Weg gemeinsam gegangen!

Bericht von Katharina Jäger